Der Totentanz

Der Totentanz von Alois Johannes Lippl, Pfarrkirche Erl

 

Dieses Spiel in mittelalterlichen Kostümen und dramatisch-getragener Atmosphäre gibt einen eindrucksvollen Einblick in die früheren Denk- und Empfindungsstrukturen. Doch auch wir modernen Menschen können uns in den Reaktionen der Figuren auf den Tod durchaus wiederfinden.

Gott ruft Tod und Tödin zu sich und erteilt ihnen den Auftrag, Menschen von der Straße zu holen. Mann, Frau, Junge, Alte, Arme, Reiche treten mit Tod und Tödin in einen Dialog.

Angeführt von einem personifizierten Tod tanzen alle dem Gericht Gottes entgegen.

In elf Stationen wird die Handlung erzählt bei der am Schluss des Spieles, der Tod alle vor das Gericht Gottes führt –  “jedermann muss einmal sterben, nichts gewisser als der Tod”.

Das Stück zeigt die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod, der weder Standes- noch Altersunterschiede kennt. Nur zu oft unerwartet und unerbittlich tritt er vor den einzelnen und holt ihn gleichsam “zum Tanz.”

Die Allgegenwärtigkeit des Todes wird in beeindruckende Weise ins Gedächtnis gerufen. Der Blick bleibt dennoch auf das Leben gerichtet. Im Augenblick des Todes bedenken und bewerten die handelnden Personen ihr Leben neu.

Ein Theaterstück das einlädt zum Nachdenken, meditieren und Diskutieren über ein zeitloses Thema.

Regie: Markus Plattner
Musik: Wolfram Wagner
Kostüme: Lenka Radecky